Intermittierende Hypoxie-Hyperoxie-Therapie (IHHT) während stationärer Rehabilitation verbessert Belastungsfähigkeit und funktionelle Ergebnisse bei Long-COVID-Patienten

Eine kontrollierte klinische Pilotstudie unter Leitung von Wolfgang Doehner und Kolleg:innen (2024) untersuchte den Einsatz der Intermittierende Hypoxie‑Hyperoxie‑Therapie (IHHT) bei Patientinnen und Patienten mit Long COVID-Syndrom im Rahmen einer stationären Rehabilitationsmaßnahme. PubMed+1
Die Studie adressierte den Umstand, dass Long COVID häufig mit Atemnot, Müdigkeit und eingeschränkter Belastbarkeit einhergeht. Bisher war keine spezifische Atemtherapie für diese Patientengruppe validiert. 

Methodik:
Patienten wurden nicht-randomisiert entweder der Gruppe mit IHHT plus standardisierter Rehabilitation zugewiesen oder der Kontrollgruppe mit etablierter Rehabilitation ohne IHHT.
Die IHHT erfolgte über definierte Intervalle von sauerstoffarmen und sauerstoffreichen Phasen während der stationären Rehabilitation. Ziel war eine Verbesserung der körperlichen Belastungsfähigkeit und funktionellen Outcomes.

Ergebnisse:
Die IHHT-Gruppe zeigte im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikante Verbesserungen bei der körperlichen Leistungsfähigkeit und funktionellen Parametern. 

Schlussfolgerung:
Die Studie legt nahe, dass IHHT eine vielversprechende Ergänzung zur Rehabilitation von Long COVID-Patienten sein kann — insbesondere mit Blick auf belastungsbezogene Leistungsparameter und funktionelle Erholung. Gleichzeitig machen die Autor:innen klar, dass größere, randomisierte Studien erforderlich sind, um Wirksamkeit, Dauer und Protokolloptimierung zu validieren.

Quelle: Doehner W, Fischer A, Alimi B, Muhar J, Springer J, Altmann C, Schueller P.O. Intermittent Hypoxic–Hyperoxic Training During Inpatient Rehabilitation Improves Exercise Capacity and Functional Outcome in Patients With Long Covid: Results of a Controlled Clinical Pilot Trial. J Cachexia Sarcopenia Muscle. 2024;15(6):2781-2791. DOI: 10.1002/jcsm.13628. PMCID: PMC11634465. PMC