Intermittierende Hypoxie-Hyperoxie-Exposition (IHHE): Positive Effekte auf Lipidprofile und Entzündungsmarker bei Patientinnen mit metabolischem Syndrom
Eine klinische Studie von Bestavashvili et al. (2021) untersuchte die Auswirkungen wiederholter Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Expositionen (IHHE) auf Stoffwechsel- und Entzündungsparameter bei Patientinnen und Patienten mit metabolischem Syndrom – einem Risikokomplex, der häufig Übergewicht, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen umfasst.
In der randomisierten Untersuchung erhielten die Teilnehmenden über drei Wochen hinweg 15 IHHE-Sitzungen. Jede Sitzung bestand aus kontrollierten Phasen mit reduziertem und anschließend erhöhtem Sauerstoffgehalt, um eine gezielte Anpassungsreaktion auf zellulärer Ebene auszulösen.
Ergebnisse:
Nach Abschluss der Therapie zeigten sich in der IHHE-Gruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikante Verbesserungen:
- Reduktion des Gesamtcholesterins und des LDL-Cholesterins
- Erhöhung des HDL-Cholesterins („gutes Cholesterin“)
- Abnahme entzündlicher Marker im Blut, insbesondere C-reaktives Protein (CRP)
- Verbesserung der Gefäßfunktion und allgemeiner Stoffwechselindikatoren
Die Autor:innen führen diese positiven Veränderungen auf die verbesserte mitochondriale Aktivität, eine effizientere Sauerstoffnutzung sowie die modulierte zelluläre Stressantwort zurück.
Schlussfolgerung:
IHHE zeigte in dieser Studie ein deutliches Potenzial, kardiometabolische Risiken zu reduzieren und entzündliche Prozesse zu regulieren. Damit stellt sie eine vielversprechende, nicht-medikamentöse Ergänzung in der Behandlung des metabolischen Syndroms dar.
Quelle:
Bestavashvili A, Ivanova S, Ragimov A et al. The Effects of Intermittent Hypoxic–Hyperoxic Exposures on Lipid Profile and Inflammation in Patients With Metabolic Syndrome. Frontiers in Cardiovascular Medicine. 2021;8:700826. DOI: 10.3389/fcvm.2021.700826
