Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie (IHHT): Wirksamkeit bei verschiedenen Krankheitsbildern
Eine 2023 veröffentlichte Übersichtsarbeit von A.-B. Uzun et al. untersuchte die Effekte der Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie (IHHT) bei unterschiedlichen Erkrankungen mit möglicher Stoffwechselbeteiligung. Ziel war es, die Wirksamkeit dieser Therapieform zu bewerten, bei der gezielt wechselnde Phasen von sauerstoffarmer (Hypoxie) und sauerstoffreicher (Hyperoxie) Luft genutzt werden, um die zelluläre Anpassung und Leistungsfähigkeit zu fördern.
Die Autorinnen und Autoren analysierten verschiedene klinische Studien, in denen IHHT bei Patientinnen und Patienten mit Herz-, Lungen- und Stoffwechselerkrankungen angewendet wurde. In mehreren dieser Untersuchungen konnten positive Effekte auf kognitive Funktionen, körperliche Belastbarkeit, Stoffwechselparameter und Regeneration beobachtet werden.
Als mögliche Wirkmechanismen werden die Aktivierung hypoxie-induzierbarer Gene, die Verbesserung der mitochondrialen Funktion sowie eine erhöhte Anpassungsfähigkeit an oxidative Belastungen diskutiert.
Die Forscher betonen zugleich, dass sich die verwendeten Protokolle – etwa hinsichtlich Dauer, Intensität und Sauerstoffkonzentration – zwischen den Studien deutlich unterscheiden, was die Vergleichbarkeit erschwert. Sie empfehlen daher größere, standardisierte Untersuchungen, um die Langzeitwirkungen und optimalen Therapiebedingungen zu bestätigen.
Fazit:
IHHT zeigt in der bisherigen Forschung ein hohes Potenzial, metabolische Prozesse zu optimieren, die kognitive Leistungsfähigkeit zu steigern und die körperliche Regeneration zu fördern – insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit chronischen Stoffwechsel- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Quelle: Uzun A-B, Iliescu M-G, Stanciu L-E et al. Effectiveness of Intermittent Hypoxia–Hyperoxia Therapy in Different Pathologies with Possible Metabolic Implications. Metabolites. 2023;13(2):181. DOI: 10.3390/metabo13020181
